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Die Schülerhilfe informiert:

Das Schulsystem im Saarland


Die Grundschule

Alle Kinder, die bis zum 30.06. des Jahres sechs Jahre alt werden, müssen zu Beginn des folgenden Schuljahres in die Schule. Vorzeitige Einschulungen sind auf Wunsch und Antrag der Erziehungsbrechtigten möglich.

Nach dem Halbjahreszeugnis in der Klassenstufe 4 werden die Eltern von der Grundschule beraten, welche Schulformen für ihr Kind in besonderem Maße geeignet sind. Die Empfehlungen werden aufgrund der Leistung (u.a. Noten) , der Arbeitshaltung und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit ausgesprochen.

Der Besuch der Grundschule dauert 4 Jahre.

Übergangsregelungen zur weiterführenden Schule im Saarland

Nach der Grundschule stehen dem Schüler die erweiterte Realschule, die Gesamtschule und das Gymnasium als weiterführende Schule zur Auswahl. Für den Besuch des Gymnasiums ist, im Gegensatz zur erweiterten Realschule und Gesamtschule, eine Eignungsbestätigung auf dem Halbjahreszeugnis der vierten Klasse von Nöten. Bestätigt wird hier, dass der Schüler die Voraussetzungen für den Besuch des Gymnasiums in den Bereichen Lern- und Leistungsentwicklung, Arbeitshaltung, Sozialverhalten, Denkvermögen sowie sprachliche Ausdrucksfähigkeit erfüllt. Zudem muss der Schüler im Halbjahreszeugnis der vierten Klasse in einem der Hauptfächer Deutsch und Mathematik mindestens die Note „gut“ und in dem jeweils anderen mindestens die Note „befriedigend“ vorweisen können. Falls der Schüler diese Voraussetzungen nicht erfüllt, aber dennoch das Gymnasium besuchen möchte, ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Übergangsverfahren notwendig.

Die erweiterte Realschule

Eine Form der weiterführenden bzw. Sekundarschule ist die erweiterte Realschule, eine Kombination aus Haupt- und Realschule an der die fünften und sechsten Klassen weitgehend gemeinsamen Unterricht erhalten. Welcher Bildungsabschluss erreicht wird, ist abhängig von den Leistungen am Ende der sechsten Klasse. Ein Wechsel ist allerdings jederzeit möglich.

Die Gesamtschule

Die Gesamtschule ist eine sehr gute Alternative zum Gymnasium. Dem Schüler wird hier die Möglichkeit geboten seinen individuellen Weg, ganz ohne unnötigen Leistungsdruck zu finden. So werden z.B. ab der siebten Klasse die Kurse in Mathe und der ersten Fremdsprache in Grund- und Erweiterungskurse differenziert. Dank zentraler Abschlussarbeiten sind die Abschlüsse der Gesamtschule gleichwertig mit denen anderer Schulformen.

Das Gymnasium

Im Bereich der Gymnasien hat der Schüler im Saarland eine große Auswahl. So werden hier z.B. zusätzlich zu den normalen Gymnasien auch Oberstufengymnasien angeboten, welche die Schwerpunkte Technik und Wirtschaft abdecken; am „Deutsch-Französischen-Gymnasium“ besteht außerdem die Möglichkeit das französische Baccalauréat zu erwerben. Auch im Saarland gilt bereits das achtjährige Gymnasium, welches die Studier- und Ausbildungsfähigkeit der Schüler verbessern möchte. Erste Abiturienten werden im Jahre 2010 zu den Prüfungen zum neuen Abitur zugelassen.

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