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Die Schülerhilfe informiert:

Das Schulsystem in Sachsen


Die Grundschule

Die vierjährige Grundschule in Sachsen ist leistungs- und kindorientiert. Leistungsorientierung ist kindgemäß, weil Kinder etwas leisten wollen und daher zu Leistungen herausgefordert und befähigt werden müssen. Kindorientierung beachtet die Individualität des einzelnen Kindes. Daher bedarf es einer differenzierten Förderung.

Die Grundschule entwickelt und sichert die Grundlagen für weiterführendes Lernen.

Anfangsunterricht in den Klassenstufen 1 und 2

Der Anfangsunterricht knüpft an die individuellen Lebens- und Lernerfahrungen der Kinder an. Ihrem unterschiedlichen Entwicklungsstand wird durch ganzheitliches und differenziertes Lernen Rechnung getragen.

Es ist wichtig, dass jeder Schüler dabei die Erfahrung des eigenen Könnens machen kann.Im Interesse eines kontinuierlichen und flexiblen Arbeitens werden die Klassenstufen 1 und 2 als pädagogische Einheit gestaltet. Der Anfangsunterricht ist Bestandteil der Schuleingangsphase.

Englisch in der Grundschule

Ab der dritten Jahrgangsstufe wird Englisch unterrichtet. Einge Schulen haben eine weitere Fremdsprache in ihr Curriculum aufgenommen.

Übergangsregelungen zur weiterführenden Schule

Neben den bundesweit gültigen Grundsätzen gibt es in Sachsen besondere Anforderungen für den Übertritt in die unterschiedlichen Schularten. Die Kultusministerkonferenz sieht vor, dass die Schule die Eltern während der gesamten Grundschulzeit eingehend über die Entwicklung ihres Kindes berät und diese Beratung vor dem Schulwechsel noch intensiviert, damit die richtige Entscheidung für das Kind gefunden wird.

Im 2. Halbjahr des 4. Schuljahrs erhalten die Eltern eine Bildungsempfehlung. Kinder erhalten eine Empfehlung für das Gymnasium, wenn die Durchschnittsnote in den Fächern Deutsch und Mathematik im Halbjahreszeugnis besser als 2,5 ist. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es eine Empfehlung für die Mittelschule. Bei der Entscheidung sollte diese Empfehlung auf jeden Fall berücksichtigt werden um einem Kind weder zu viel zuzumuten, noch es zu unterfordern.

Die Jahrgangsstufen 5 und 6

Das Jahrgangsstufen 5 und 6  nehmen eine Sonderstellung ein. Sie sind eine pädagogische Einheit mit einem gemeinsamen grundlegenden Bildungsangebot. Die individuelle Leistungsfähigkeit und Lernfortschritte, auch im Hinblick auf die Anforderungen in den nachfolgenden Bildungsgängen und Jahrgangsstufen, wird intensiv beobachtet.

Da sich - falls Ihr Kind nicht die Qualifikation für das Gymnasium schafft - in Sachsen an die Grundschule die Mittelschule anschließt, gibt es hier auch keine direkte Orientierungsstufe. Die Klassen 5 und 6 haben aber sowohl an der Mittelschule als auch am Gymnasium dennoch eine "Orientierungsfunktion".

Die Mittelschule

In Sachsen sind die Haupt- und Realschule zur Mittelschule zusammengefasst. Diese umfasst die Klassen 5 bis 10 und vermittelt sowohl eine theoretische als auch eine praktische Bildung und ist Basis für eine berufliche oder weiterführende schulische Bildung.

An der Mittelschule können drei Abschlüsse erreicht werden. Im Hauptschulbildungsgang den Hauptschulabschluss nach der neunten Klasse oder -bei zusätzlicher Prüfung- den Qualifizierenden Hauptschulabschluss. Im Realschulbildungsgang erlangen die Schülerinnen und Schüler nach erfolgreichem Besuch der zehnten Klasse und Bestehen der Abschlussprüfung den Realschulabschluss. Mit diesen Abschlüssen stehen den Schülern weitere Bildungsgänge an beruflichen und allgemein bildenden Schulen offen.

Ab der siebten Klasse wird der Unterricht auf den Abschluss bezogen erteilt. Deshalb müssen sich die Eltern hier entscheiden, welchen Abschluss ihr Kind in der Mittelschule anstreben soll. Auch wenn diese Entscheidung schon getroffen ist, kann dennoch auch nach der siebten, achten und neunten Klasse noch gewechselt werden.

Das Gymnasium

Ab der fünften Klasse wird am Gymnasium auf das Abitur und damit die Berechtigung zu Besuch einer allgemeinen Hochschule hingearbeitet. Außerdem kann mit dem Abschluss des Gymnasiums selbstverständlich auch eine qualifizierte berufliche Laufbahn eingeschlagen werden. Der Unterricht am Gymnasium, der in einem Fächersystem erteilt wird, erfordert die Fähigkeit, theoretische Zusammenhänge zu durchschauen und Sachverhalte wissenschaftlich zu begreifen.

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